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Basics der Kommunikation

Kommunikation ist der Austausch von Informationen mit mindestens einem Sender und einem Empfänger.

Diese Definition ist für den Allgemeingebrauch vielleicht akzeptabel. Kommunikation ist jedoch weit mehr. Sie ist ein vielgestaltiger Prozess des Miteinander, bei dem wir uns auf vielfältige Weise (fehl)wahrnehmen und aufeinander reagieren. Sie ist ein Prozess, in dem wir etwas über uns selbst, unsere Befindlichkeit und unsere Absichten mitteilen und gleichzeitig auch etwas darüber, wie wir zu unserem Gesprächspartner stehen.

Untersuchungen zur Wirkung kommunikativer Prozesse haben gezeigt:

  • 50 % wird über die Körpersprache transportiert.
  • 40 % machen Stimme und Tonalität aus.
  • 10 % der Botschaft werden über die Worte transportiert.

Der Grund für diese auffällige Verteilung kommt aus einer der wichtigsten Überlebenstechniken. Denn jedes Lebewesen muss blitzschnell beurteilen können, ob etwas gefährlich sein könnte, ob es getäuscht wird, ob etwas stimmt oder nicht. Dazu bedient es sich zuerst des Fernsinns „Sehen“.

Wir unterscheiden:

Verbale Kommunikation

Die Wörter, die wir verwenden, das WAS der Mitteilung.

 

 

ca. 10 %

Paraverbale Kommunikation

Die Art und Weise,
WIE wir die Wörter verwenden, die Tonalität, der Sprach­rhythmus, die Sprach­melodie, die Sprech­geschwindig­keit, die Tonhöhe …

ca. 40 %

Nonverbale Kommunikation

Der mimische Ausdruck,
die Körpersprache – ebenfalls ein Teil der
WIE-Ebene.

Der Rest ist Schweigen
ca. 50 %


Im Sinne einer rationalen Weltsicht sind wir gewohnt, uns am WAS zu orientieren, denn   dafür, was wir gesagt, getan oder nicht getan haben, werden wir beurteilt, belohnt oder bestraft. Was bei wissenschaftlichen Aufgaben hilfreich sein kann, tut uns in der   Kommunikation meist keinen guten Dienst, denn hier kommt es darauf an, was ankommt – und das ist zum überwiegenden Teil ein Ergebnis der WIE-Ebene.

Tipps für gelungene Kommunikation

Aufmerksamkeit ist die wertvollste aller Ressourcen.

Wir kennen viele Möglichkeit, die Kommunikation zu stören. Ebenso, wie in der Presse bevorzugt negative Nachrichten verbreitet werden, anstatt positive. So zeigen wir uns als Experten darin, schlechte Gefühle und Missverständnisse zu erzeugen. Als hätten wir einen guten Vorrat an schlechten Gefühlen. Wir verwenden Muster, die immer wieder auf dieselbe Art ablaufen. Denn sie sind auf ein- und dieselbe Art erzeugt.

Es geht jedoch auch anders.
NLP bietet uns dafür einige Strukturen.

Klicken sie auf die unten aufgeführten Reiter.

Verbinden statt trennen

Wer das Verbindende zwischen sich und seinem Gesprächspartner findet, hat die Brücke, über die er gehen kann: Zuhören, sich umsehen und die feinen Hinweise finden, an denen wir gleich sind, an die wir anknüpfen können, sind Zaubermittel, die den Unterschied machen.

Interesse am „Anderen“ – Empathie

Jeder hat sicher schon einmal festgestellt, welche Reaktion er bekommt, wenn er jemandem Aufmerksamkeit schenkt. Wenn man ein Gefühl für den anderen entwickelt. Wenn man nachfragt und zuhört, statt selbst zu sprechen. An nichts ist ein Mensch in der Regel mehr interessiert als an sich selbst und daran, seine Ansichten darlegen zu können.

Verhalte dich zu deinem Gesprächspartner wie zu deinem besten Freund. Du wirst überrascht sein, welche positive Resonanz du auf echtes Interesse bekommst (siehe Pacing). Nebeneffekt: Du erfährst viel über deine Mitmenschen, ohne als neugierig zu gelten. Und du kannst die Körpersprache studieren.

Erst zuhören …
  • In der Regel empfinden Menschen es als angenehm, wenn Ihnen jemand die Zeit widmet und zuhört. Das gibt mentale Pluspunkte.
  • Hör genau hin und stell angemessene Fragen. So kannst du, herauszufinden, um was es ihm geht. Was ist ihm wichtig? Welche Vorlieben hat er? Welche Strategien wendet er an?

Du erfährst die Schlüsselwörter aus dem Sprachgebrauch deines Gegenübers, aus seiner Welt. Du erfährst leichter, was für deinen Gesprächspartner welche Bedeutung hat. Diese Schlüsselwörter sind ein „Zaubermittel” für gelungene Kommunikation.

UND statt ABER

Wie würdest du auf den folgenden Satz reagieren
     Das hast du sehr gut gemacht, aber …

Nach einer solchen Formulierung gehen uns meistens die Mundwinkel runter. Die gute Beziehung geht in den Keller. Probier einmal, statt dessen ein „UND” als Verbindungswort.


  Regel:

  • Folgt etwas Positives, ist ein „ABER” okay.
  • Folgt etwas Negatives, ein „UND”.

Wie wirken die folgenden beiden Sätze auf dich:
     Er ist fleißig, aber er trinkt.
     Er trinkt, aber er ist fleißig?

Yes-Set

Nehmen wir an, du möchtest eine positive Gesprächsbasis haben, dann könnte es förderlich sein, das Gespräch mit positiven Zustimmungen zu beginnen und in Fluss zu halten.

Es gibt viele Dinge, die sich konkret wahrnehmen lassen: Verhalten und verifizierbare Ereignisse, die gerade geschehen. Diese werden unbewusst bejaht und lassen sich daher mit Ereignissen und Inhalten verknüpfen, von denen man möchte, dass sie ebenfalls akzeptiert werden.

Hat man sich mehrmals auf ein „Ja” eingestimmt, so ist man geneigt, es im Anschluss auch öfter zu tun. Voraussetzung sind Gegenwärtigkeit und ehrliches Interesse am Gesprächspartner.

Ein solches „Yes-Set” lässt sich dann auch bewusst einsetzen.


Echte Kommunikation

Nimm dir einen Moment Zeit und denke einmal darüber nach, wann und mit wem du zuletzt echte Kommunikation hattest.

  • Was sagt dir das?
  • Was empfindest du dabei?
  • Was könntest du noch tun, um einen für dich und dein Gegenüber förderlichen kommunikativen Austausch sicherzustellen?