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Kalibrierte Schleife

Wo Menschen zusammenkommen entsteht Konfliktpotential. Denn  Mensch sind sehr verschieden in ihren Interessen, Bedürfnissen, Wünschen und vor allem in ihren Welt-Anschauungen! So unterscheidet sich auch die Art, mit Konflikten umzugehen. 

Menschen wählen in der Regel eins der folgenden Verhalten:

  • Erstarrung
  • Flucht
  • Kampf

Von besonderer Bedeutung ist dabei die Betrachtung eines für Konflikte typischen Phänomens: die Kalibrierte Schleife

Das Konzept der kalibrierten Schleifen geht davon aus, dass die Wirkung der Kommunikation nur zu einem geringen Teil über das gesprochene Wort erfolgt. Die Beziehungsebene ist wesentlich bedeutsamer als die eigentlichen Inhalte, von denen wir möglicherweise ausgehen.

Menschen glauben oft, dass sie vor allem auf das reagieren, was der Konfliktpartner sagt. Tatsächlich reagieren sie weit mehr auf die para- und nonverbalen, die unbewussten Signale.

Diese Reiz-Reaktions-Muster laufen etwa wie folgt ab:

Ein „Sender“ zeigt in der Kommunikation ein bestimmtes Verhalten: Er hebt z.B. eine Augenbraue, er schüttelt den Kopf oder geht mit der Tonalität leicht hoch.

Dieses Verhalten wirkt auf den „Empfänger“ wie ein negativer Anker und führt dazu, dass er im Gegenzug darauf reagiert. Er bekommt zum Beispiel ein unangenehmes Gefühl, verändert seine Atmung, seine Haltung, sein Ton bekommt eine andere Färbung. Die Schleife ist da.

Der Begriff „Kalibrierte Schleife” rührt also daher,
dass die Reaktion des Empfängers auf den Sender‚
zurückwirkt.

Das Fatale an kalibrierten Schleifen ist, dass sich die Beteiligten dessen selten bewusst sind. Solange sie sich in diesem „Problemkreislauf“ befinden, ist eine Einigung auf einer inhaltlichen Ebene kaum möglich.

Der Schlüssel liegt darin, dem Paar zu helfen, diese Schleifen zu unterbrechen. Erst dann wird der Weg frei, eine Einigung zu finden. Zur Konfliktlösung ist es daher wichtig, die Inhalts- und die Beziehungsebene gleichermaßen zu beachten und zu würdigen.

Die Inhaltsebene …

  • bezeichnet das WAS der Kommunikation,
  • drückt sich aus in den verbalen Signalen: in den Worten

Die Beziehungsebene …

  • bezeichnet das WIE der Kommunikation,
  • drückt sich aus in den para- und non-verbalen Signalen: V = visuelle Signale: Körperhaltung, Mimik, Gestik;
    AT = auditiv-tonale Signale: Tonfall, Lautstärke, Sprechtempo;
    K = kinästhetische Signale: Berührung, Bewegungen …
  • ist den Beteiligten meist nicht richtig bewusst

NLP setzt den Hebel vorrangig auf der Beziehungsebene an.

Es zielt also nicht primär darauf ab, einzelne Probleme inhaltlich zu lösen, sondern die Kommunikation der Partner zu verändern, d.h. die Art und Weise, wie Botschaften gesendet und empfangen werden.