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Sleight of mouth

Der Begriff „Sleight of mouth” geht zurück auf Robert Dilts und ist abgeleitet von „Sleight of hands”, der Fingerfertigkeit der Hände beim Kartenspiel. Er hatte entdeckt, dass Richard Bandler zur Auflösung fehlgeformter Glaubenssätze wiederkehrende Strukturen benutzte.

Glaubenssätze sind sehr hartnäckig gegenüber vernünftigen Argumenten und direktem Widerspruch. Sie sind in der Regel nicht logisch widerlegbar. Daher arbeiten die Sleight of mouth Pattern subtiler, oft eingebettet in Fragen. Sie eignen sich besonders bei Meta-Modell-Verletzungen der beiden dargestellten Muster:

Die Sleight of mouth Pattern lassen sich als schnelle und effektive Intervention im Coaching verwenden oder auch in der täglichen Kommunikation


Im Folgenden gehen wir von diesen aufgeführten 14 Musten aus:

  1. Positive Absicht finden
  2. Reframen – umdeuten
  3. Konsequenzen, Wirkungen und Folgen aufzeigen
  4. Chunk up – verallgemeinern
  5. Chunk down – spezifizieren
  6. Analogien und Metaphern finden
  7. Gegenbeispiele nennen
  8. Die Aussage auf sich selbst beziehen
  9. Ein anderes lohnendes Ziel nennen
  10. Die Kriterien-Hierarchie ändern
  11. Eine anderen Wahrnehmungsposition einnehmen
  12. Das Modell der Welt verändern
  13. In einen anderen Kontext setzen
  14. In eine andere Realitätsstrategie übersetzen
    (Die Basis des Glaubenssatzes hinterfragen)

Ein Beispiel dazu anhand eines Satzes

„Ich kann das nicht. Das habe ich ja noch nie gemacht.“ 

  1. Neu definieren 

Es ist sicher nicht so, dass du es nicht kannst, sondern eher so, dass du dich noch unsicher fühlst, weil du es zum ersten Mal ausprobieren wirst.  

  1. Wirkung 

Wenn du es noch nie gemacht hast, musst du es auch nicht perfekt können.  

  1. Absicht (Intention) 

Wenn du etwas machst, möchtest du es auch sicher wirklich gut machen? 

  1. Chunk up (verallgemeinern)

Wie hast du in deinem Leben neue Dinge gelernt? 

  1. Chunk down (spezifizieren)

Was genau hast du noch nicht gemacht?
Was genau kannst du nicht? 

  1. Gegenbeispiel 

Hast du noch nie etwas gemacht was du nicht kannst? 

  1. Ein anderes Ziel 

Die Frage ist nicht, ob du es kannst oder nicht, sondern ob du deine Ressourcen kennst? 

  1. Analogie

Schau dich im Raum um, alle Dinge wurden irgendwann zum ersten mal gemacht. 

  1. Selbstbezug 

Du darfst X auch nicht machen, sonst kannst du diese Aussage nicht mehr treffen. 

  1. Hierarchie von Kriterien 

Ist es nicht wichtiger Neues zu lernen, als alles direkt perfekt zu können?  

  1. Ändern des Kontextes 

Stell dir vor, du würdest immer nur noch Dinge tun, die du schon kannst.  

  1. Verallgemeinerung 

Niemand sollte etwas tun, was er nicht wirklich kann oder nicht lernen kann.

  1. Eine neue Landkarte (Betrachtung)

Wenn du etwas Neues lernen willst, dann musst du Dinge, die du noch nicht kannst, einfach tun, weil du es sonst auch nicht können kannst. 

  1. Realitäts-Strategie überprüfen

Woher weißt du so genau, dass du es nicht kannst, wenn du es noch nicht probiert hast? 


Übe die Muster mit folgenden Sätzen:

  1. Du bist so spät, dir liegt nichts an mir.
  2. Dass du böse Dinge sagst zeigt, dass du ein schlechter Mensch bist.
  3. Wenn ich mal meine Meinung sage, werde ich gleich
    bestraft.
  4. Deine blauen Augen machen mich ganz sentimental.
  5. Ich bin nicht intelligent genug, um das lernen zu können.